Zu meinen Arbeiten
Ich möchte etwas gestalten, was in der Welt vorkommen könnte und doch neu ist, etwas, was an vorhandene Formen der Natur erinnert und doch genau so nicht existiert.
Ich gehe zwar von erinnerten Seheindrücken aus, bilde diese jedoch nie ganz konkret ab. Ich suche etwas in der Schwebe zwischen Wiedererkennbarem und abstrakten Formen und Lineaturen.
Die Bildentstehung gestaltet sich immer als Dialog zwischen eher zufällig entstandenen oder intuitiv gesetzten Formen und Linien und dem bewussten Reagieren durch Akzentuieren, Übermalen, Schichten, Herauskratzen, Herauswaschen, Überkleben…
Während dieses Dialogs verändert bzw. verwandelt sich meine anfängliche Bildidee ständig, teils auch radikal. Neue vage Vorstellungen oder Erinnerungen – ausgelöst durch Formen, Linien, Farben des Bildes – tauchen auf, werden von mir verfolgt oder verflüchtigen sich wieder.
Die Bildentwicklung ist also stets ein Vordringen in Unbekanntes, Überraschendes.
Die Entscheidung, ob ein Bild vollendet ist, bleibt intuitiv und in gewisser Weise vorläufig und fragil.